Bergsteigen mit Kindern: Steinernes Meer oder „Warum der ‚Große Hundstod‘, ‚Großer Hundstod‘ heißt“

Das Steinerne Meer übt mit seiner kargen, schroffen Felslandschaft einen ganz besonderen, fast magischen Reiz aus. Allerdings ist es gar nicht so einfach dort hin zu kommen. Von jeder Seite aus, ob zum Kärlinger Haus, zum Riemannhaus oder zum Ingolstädter Haus, hat man ca. 1300hm zu bewältigen. Das ist mit Kindern schon ziemlich viel. Wir haben uns für das Ingolstädter Haus entschieden. Warum wir das sehr empfehlenswert finden, welchen Gipfel wir in der Nähe bestiegen haben und was es mit Toten Hunden auf sich hat, erfahrt Ihr in diesem Blogpost…

 

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Die Fakten zur 3-Tages-Tour:

Wer: ein befreundetes Pärchen aus Berlin und wir, also 4 Erwachsene und 2 Kinder (3,5 J.)

Region: Steinernes Meer, Salzburger Land/Berchtesgadener Land, Österreich/Deutschland

Stützpunkt: Ingolstädter Haus (2119m), Alpenverein, http://www.ingolstaedter-haus.de

Anfahrt: von München kommend…

  • entweder bei Rosenheim auf die A93 und bei Oberaudorf Richtung Walchsee abzweigen. Dann geht’s über Kössen, Waidring, Lofer, Richtung Zell am See…
  • Auf der A8 bis Siegsdorf bleiben, dann über Inzell, Schneizlreuth, Unken, nach Lofer und weiter Richtung Zell am See…

…in Weißbach bei Lofer geht es dann links ins Hintertal Richtung Alpengasthof Hirschbichl (VORSICHT: gibt man Hirschbichl bei Google-Maps ein, dann wird einem eine Route über das Wildental angezeigt. Die endet aber irgendwann an einer gesperrten Forststraße)

Start: Parkplatz Pürzlbach (gebührenpflichtig) kurz bevor die Straße zum Hirschbichl für den normalen Verkehr gesperrt ist.

Ziel: Steinernes Meer und 2 Übernachtungen auf dem Ingolstädter Haus

Tag 1: 12km und 1300hm zum Ingolstädter Haus (2119m, Alpenverein); man kann den Aufstieg und Abstieg (Tag 3) bis zur Abzweigung Kallbrunnalm durch ein Almwandertaxi um 5km und 500hm abkürzen. Kosten für das Wandertaxi: Erwachsene Hin- und zurück 18 Euro, Einfach 12 Euro, Kinder kosten jeweils die Hälfte.

Tag 2: 2,6km und 300hm zu den Schindlköpfen (2357m).

Tag 3: 12km und 1300hm Abstieg zum Parkplatz und Ausgangspunkt. Wandertaxi siehe Tag 1.

Anspruch: Es handelt sich jeweils um leichte bis mittelschwere Wanderwege. Der lange Zu- und Abstieg zum Ingolstädter Haus sollte aber nicht unterschätzt werden. Auch können kleinere Kinder im oberen Zustieg zur Hütte (ab der Materialseilbahn) sowie auf dem Weg zu den Schindlköpfen, aufgrund der Wegbeschaffenheit, nicht gut oder gar nicht selber laufen. Die Wege sind felsig, steil oder führen in abschüssigen Gelände über loses Geröll. Deswegen mit kleinen Kindern, wohl eher eine mittel-schwere bis schwere Tour.

Fazit: Wir haben die Kinder, trotzdem sie auf den Forststraßen viel alleine gelaufen sind, im weiteren Verlauf relativ häufig in den Kraxen getragen, entweder um Zeit zu sparen oder weil der Weg zu gefährlich erschien. Die längeren Tragezeiten müssen Eltern konditionell verkraften können, schließlich hat man schnell mal 20-25kg auf dem Rücken und die Kinder sollten mit längeren Zeiten in der Kraxe auch gut zurechtkommen, sonst wird es schnell für alle anstrengend, man kommt aus dem Zeitkonzept und ggf. sogar in Gefahr. Bei uns klappt das, mit etwas Gewichtsverteilung, Pausen und Bespaßung der Kinder (Dank auch an unsere Freunde!) meist sehr gut. Vielleicht ist es auch eine Sache der Gewöhnung. Unsere Kinder laufen nun teilweise schon größere Strecken und mögen es aber auch in der Kraxe zu sitzen. Meist singen und brabbeln sie dann ausgelassen vor sich hin.IMG_8387

Weitere hilfreiche Tipps: Auf der Seite www.tirol.at haben wir allgemein hilfreiche Tipps für das Wandern mit Kindern gefunden. PDF zum Download

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Warum  heißt der „Große Hundstod“, „Großer Hundstod“?

Die Kinder haben uns während unserer Wanderung Löcher in den Bauch gefragt, warum der „Große Hundstod“ (2593m) denn so heiße, doch wir fanden die Antwort erst nach unserer Bergtour im Internet. Der Große Hundstod ist vom Ingolstädter Haus aus ein beliebter Gipfel mit einer grandiosen Aussicht auf die Südspitze des Watzmann (2713m). Und daher kommt auch der Name, lässt sich bei Wikipedia finden:

„Der Sage nach wurde das Land einst vom grausamen König Waze oder Wazemann beherrscht, der mit seiner Frau und den Kindern Furcht und Schrecken verbreitete. Als er eine Bauernfamilie mit seinem Ross zerstampfte, fluchte die Bäuerin, dass Gott ihn und seine Familie zu Stein verwandeln solle. Danach tat sich die Erde auf, spuckte Feuer und verwandelte den König und seine Familie zu Stein. In manchen Varianten der Sage wird noch erzählt, dass der Königs- und Obersee durch das zusammengeflossene Blut der Königsfamilie entstanden sei und Watzmanns Hunde am Hundstod abstürzten.“ (Wikipedia)

So, jetzt wiss ma’s! Ob ich die Geschichte den Kindern so weitererzähle? Jedenfalls nicht vorm Schlafengehen…

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Tag 1 – Aufstieg

Die Bergtour begann mit einem Ärgernis. Google Maps leitete uns über das Wildental in Richtung Hirschbichl. Mein ungutes Bauchgefühl bestätigte sich nach ca. 15 Min. Serpentinenfahrt, als die Forststraße vor uns für den normalen Verkehr gesperrt war. Da hieß es umkehren und alles wieder runter fahren, um dann über Weißbach den richtigen Weg einzuschlagen. Allerdings hatten wir dann 5 Minuten Verspätung, denn um 9 Uhr hatten wir uns mit dem Almwandertaxi (siehe oben) am Parkplatz in Pürzlbach verabredet. Die Frau des Taxifahrers (unsere Vermutung) im Tal, hatten wir bereits telefonisch informiert, der Mann hat am Berg aber kein Netz und konnte über unsere kleine Verspätung nicht verständigt werden. Auf dem Weg zum Parkplatz kam uns dann, kurz davor, auch das Taxi schon talwärts entgegen, hielt nicht – wie wir – an, sondern war auch schon um die nächste Kurve verschwunden. Da nun auch wir keinen Handyempfang mehr hatten, beschlossen wir den Weg ohne Taxiunterstützung anzugehen. Das hieß 5km und 500hm mehr als geplant.  Wie sich herausstellte, war an diesem Montag (Maria Himmelfahrt) auf der Kallbrunnalm ein Almfest und der Taxiunternehmer hatte gut zu tun. Deswegen wollte er für eine One-Way-Fahrt für 4 Erwachsene und 2 Kinder wohl auch 80 Euro haben, obwohl das normalerweise nur 60€ kosten dürfte (Preise hängen am Parkplatz und bei der Kallbrunnalm aus; Erwachsene zahlen normal one-way 12€ und hin- und zurück 18€. Kinder die Hälfte). Nix für ungut, aber für saftige 80€ Fahrtpreis, hätte ich mir Kulanz für 5 Minuten Verspätung gewünscht. Jedenfalls waren wir nun deutlich aus dem ursprünglich geplanten Zeitkonzept geworfen und kamen mindesten 2 Stunden später ans Ziel wie gedacht. Das hatte auch zur Folge, dass wir in ein vom Wetterbericht vorhergesagtes Gewitter kamen, dass wir ansonsten vermieden hätten. War letztlich nicht so tragisch, aber mit Kindern auch nicht wirklich witzig.

Fazit zum Almwandertaxi: auch wenn unsere Erfahrungen nicht so gut waren und ich persönlich die Preise schon sehr teuer finde, so lohnt sich aus meiner Sicht die Strecke bis zur Kallbrunnalm zu Fuß nicht. Eine Forststraße, die meist durch Wald führt und somit wenig schöne Ausblicke zulässt. Eher langweilig. Und dadurch wird der Zustieg zum Ingolstädter Haus auch unnötig lang. Naja, muss letztlich jeder selber wissen. Wir haben uns notgedrungen 80€ gespart und sind auch nicht gestorben…

Kallbrunnalm

Die etwas verteilten, urigen Almen rund um die Kallbrunnalm, mit dem gehörnten Almvieh, sowie die felsigen Gipfel des Karlkogel (2196m), des Kammerlinghorn (2484m) und der Hocheisspitze (2523m) bieten einen traumhaften alpinen Anblick. In der relativ neu aussehenden Käsehütte am Weg, lässt sich gut einkehren und auch Alm-Käse aus eigener Herstellung einkaufen. Bis hier kann man auch gut mit dem Mountainbike fahren (mit Kindern im Anhänger nur was für die ganz harten Biker) und dann zum Beispiel zu Fuß das Seehorn (2321m) in Angriff nehmen.

Diessbach-Stausee

Für uns ging es weiter auf einer Forststraße, die ab der Staumauer etwas holpriger wird und in relativ steilem Auf und Ab südlich am Stausee vorbeiführt. Der schöne Blick über den See, hinter dem sich erst noch etwas Bergwald erstreckt, dann eine markante Felsstufe oberhalb der Mitterkaseralm aufbaut und dahinter vom Kleinen und Großen Hundstod überragt wird, lässt schon den ungefähren Weg erahnen, den man noch vor sich hat. Im Bergwald hinter dem See verläuft ein hübscher, glasklarer Bergbach entlang des Weges. Ein schönes Plätzchen um nochmal eine Pause vor dem folgenden, steileren Wegstück zu machen und die Trinkflaschen nochmal vor dem wasserlosen Steinernen Meer zu füllen (da es hier oben kein Almvieh mehr gibt, sollte man das Wasser problemlos trinken können). Bis hier konnten die Mädels sehr viel Wegstrecke selber zurücklegen und hatten Freude an Himbeeren, Blaubeeren, Blumen und Kühen am Wegesrand.

Gewitter

Ab der Materialseilbahn zum Ingolstädter Haus wird der Weg lichter, anspruchsvoller und steiler. Hier kamen die Kinder endgültig in die Kraxen. Gerade in dieser Passage holte uns das bereits vorhergesagte Gewitter ein. Es kündigte sich mit düsteren Wolken, Donner und Sturm an. Umkehren wäre hier sinnlos gewesen, dafür war es schon zu spät. Ich ärgerte mich nochmal kurz darüber, dass das mit dem Almtaxi am Morgen nicht geklappt hatte, denn sonst wären wir jetzt schon auf der Hütte gewesen. Hauptsächlich war ich aber sehr beunruhigt, denn bei einem heftigen Gewitter in den Bergen wird es sehr ungemütlich bis lebensgefährlich. Glücklicherweise waren wir gerade nicht an einer besonders exponierten Stelle. Auch keine größeren allein stehenden Bäume, kein Wasserlauf in der Nähe. Allerdings bildet sich bei Starkregen schnell ein Rinnsal im Wanderweg, das zum Bach anschwellen kann. Als die ersten Tropfen vielen, haben wir uns die Regenjacken übergeworfen und den Kindern den Regenschutz über die Kraxe gezogen. Metallische Gegenstände, wie die Stöcke, legten wir entfernt von uns auf den Boden. Wir kauerten uns auf felsigen Untergrund etwas abseits vom Wanderweg, der sich schnell mit Regenwasser füllte. Am besten setzt man sich auf den Rucksack, damit man wenig direkten Kontakt zum Untergrund hat (Gefahr von Kriechströmen). Größere Gruppen sollten sich aufteilen. Link zu Verhalten bei Gewitter (www.alpin.de )

 

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Es regnete und hagelte kurz und heftig, aber ich war sehr erleichtert, dass keine weiteren Blitze auftraten. Allein das laute Donnern hätte die Kinder wohl stark verängstigt und natürlich besteht dann akute und lebensgefährliche Blitzschlaggefahr. Das Alles blieb uns erspart. Das Gewitter zog schnell vorüber und nach kurzer Zeit schien sogar die Sonne wieder und trocknete unsere durchnässten Hosen auf dem weiteren Weg zur Hütte.

Steinernes MeerIMG_8424

Unterhalb des Kleinen Hundstod, bekamen wir schon einen Vorgeschmack auf die felsig-karge Landschaft des Steinernen Meeres. Das Grün weicht immer mehr dem Grau. In dieser kargen, schroffen Landschaft wachsen aber trotzdem noch viele bunte Bergblumen, die dann besonders strahlend zur Geltung kommen. Der teilweise steile und felsige Steig zum Ingolstädter Haus zieht sich dann noch etwas, insbesondere wenn man über 20kg schwere Kraxen auf dem Rücken hat. In diesem Gelände können kleine Kinder nur schwer oder gar nicht alleine laufen. Kurzzeitig haben wir sie noch etwas laufen lassen, aber die meiste Zeit haben wir sie in den Kraxen getragen. Vermutlich auch, weil wir uns nach 7 Stunden auch selbst sehr auf die Hütte und ihre Annehmlichkeiten freuten. Highlights für die Kinder waren neben den bunten Blumen, insbesondere die Altschneefelder und die Schafherde, die sich rund um’s Ingolstädter Haus herum finden.

Ingolstädter HausIMG_8385

Das Ingolstädter Haus liegt unterhalb des Kleinen und Großen Hundstod, am südwestlichen Rand des Steinernen Meers und bietet einen grandiosen Überblick über dieses, bis hin zum Hochkönig und dem Matrashaus. Es verfügt über mehrere Betten- und Matratzenlager (Preise). Mitglieder im Alpenverein zahlen, wie meist auf AV-Hütten, nur halb so viel wie Nicht-Mitglieder. Wir haben mit den Kindern im Matratzenlager übernachtet, da kosten die Kinder unter 6 Jahren nichts. Das Lager war allerdings bis auf den letzten Platz gefüllt, das muss man dann auch irgendwie mögen. Letztendlich gehen wir auf Hütten zusammen mit den Kindern zwischen 20 und 21 Uhr ins Bett, dann bekommt man bis 6 Uhr morgens schon genügend Schlaf, auch wenn man zwischendurch immer wieder wach ist (später-ins-Bett-Geher, schlechte Luft, Schnarcher, Klo-Geher, unruhige Kinder usw.). Ab 6 Uhr geht dann meist das Gegruschel wieder los, weil sich die Ersten schon auf den Weg (zumindest zum Frühstück) machen.

Es gibt auf dem Ingolstädter Haus eine überraschend große Auswahl an leckeren Speisen und Getränken (auch wenn unserem Freund das Bio-Beuschel nicht gut bekommen ist). Auch das Frühstücksbuffet erinnert mehr an Hotel, als an Berghütte. Das bekommen Kinder sogar gratis, wenn die Eltern dafür zahlen. Es gibt zwei Duschen (3€ für 4 Minuten), Waschräume und saubere Toiletten. Das Personal ist freundlich und aufmerksam. Insgesamt hat die Hütte auf mich einen sehr guten Eindruck gemacht. Die Kindern können sich rund um die Hütte recht gefahrlos bewegen. Es gab vereinzelte andere Kinder zum Spielen und immer wieder kamen auch die Schafe wieder vorbei und sorgten für Aufregung. Wir finden: empfehlenswert!IMG_8426

 

 

Tag 2 – Schindlköpfe

Vom Ingolstädter Haus aus kann man auf den Großen Hundstod (2594m, 2 Std), die Schindlköpfe (2356m, 1,5 Std.) oder weiter zum Riemannhaus (3,5 Std.) sowie zum Kärlinger Haus (3 Std.) wandern. Wie immer sollte man hier mit Kindern natürlich jeweils wesentlich mehr Zeit einplanen.

Großer Hundstod empfiehlt sich aus unserer Sicht mit Kindern aber nicht. Wir waren uns schnell einig: zu schwierig, zu gefährlich. Kärlinger Haus und Riemannhaus wären uns hin- und zurück zu weit gewesen. Hier muss man für eine Übernachtung in der Hauptsaison auch sehr früh reservieren. Insbesondere das Kärlinger Haus ist im August fast durchgehend ausgebucht. Wir entschieden uns für die Schindlköpfe, weil das hin und zurück mit den Kindern zeitlich am leichtesten zu machen und das Wetter für Nachmittag schlecht vorhergesagt war. Außerdem hatten wir uns nach dem langen Aufstieg am ersten Tag, auch ein wenig Schonung verdient. Die Schindlköpfe liegen am südlichen Rand des Steinernen Meers und dahinter geht’s extrem steil hinab bis zum Saalfeldener Talboden. Man hat eine schöne Aussicht auf die beeindruckende Südseite des Watzmann, das gesamte Steinerne Meer, die Loferer Steinberge und den Hauptalpenkamm mit Großglockner, Großes Wiesbachhorn, Groß Venediger usw. Für Letzteres reichte bei uns allerdings nicht die Sicht.

Der Weg hinauf (und später wieder hinab) ist allerdings nicht ganz einfach und wir haben die Kinder fast die ganze Zeit getragen. Zwischendurch konnten die Beiden aber ihre Boulderfähigkeiten am Fels testen. Die Eine fand’s klasse. Die Andere eher weniger. Die Gipfelbrotzeit haben aber Beide genossen.

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Was sich auf dem Abstieg nochmals bestätigte: Unsere Kinder lassen sich nicht von anderen Personen, außer uns Eltern, tragen. Zumindest wehren sie sich heftig dagegen und das bringt dann auch wenig. Somit kam Esther nicht aus. Aber sie ist da ja glücklicher Weise sehr routiniert und ausdauernd.

Am frühen Nachmittag waren wir dann schon wieder bei der Hütte und haben den restlichen Tag auf der sonnigen Terrasse (das schlechte Wetter kam dann doch erst in der Nacht) bei Kaiserschmarrn, Preiselbeer Germknödel, Palatschinken und Kaffee genossen.

 

 

Tag 3 – Abstieg

Der Abstieg entspricht dem Aufstieg. Das Wetter war durchwachsen, aber es hielt. Anfangs war es ziemlich kalt, im Verlauf wurde es aber immer wärmer. Beim Bach und bei der Käserei haben wir nochmal Pause gemacht. Ab dem Bach konnten die Kinder wieder viel selbst laufen. Zum Schluss zieht es sich dann aber ziemlich auf der Forststraße nach der Kallbrunnalm. Taxi? Irgendwie waren wir mit dem Thema durch und sind es auch hinunter zu Fuß gelaufen. Unten am Parkplatz haben wir dann die Füße im kalten Weißbach gekühlt, danach ging‘s mental und körperlich erfrischt wieder nach Hause.

11 thoughts on “Bergsteigen mit Kindern: Steinernes Meer oder „Warum der ‚Große Hundstod‘, ‚Großer Hundstod‘ heißt“

  1. Some memories of ...

    Wow, was für ein tolles Erlebnis (bis auf’s Gewitter, da hätte mich die Panik überfallen).
    Wie macht ihr das später, wenn A und M zu schwer sind aber die Wege zu schwer? N könnte ich ja noch tragen, aber K ist zu lang (116cm) und zu schwer (20kg). Einfachere Wanderungen? Ist wahrscheinlich die einzige Lösung?
    Ich find’s toll, dass ihr das macht!

    Amdrea xxx

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    1. esther

      Liebe Andrea.Ja ich denke genau so wird es sich entwickeln.Wir werden Wege und Steige nehmen, die beide selber gehen können, sprich es werden einfachere Touren werden.Eher so wie die um die Steirische Kalkspitze mit weniger Höhenmetern und Wegen/Pfaden, wo die Kinder besser selber bergsteigen können.Da gibt es ja hier bei uns auch noch soviel zu entdecken.Und liebe Andrea: Danke für deine Ermutigung.Wenn du da bist, gehts auch auf/nach oben für uns.Ich freu mich drauf.
      Esther xxx

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      1. Some memories of ...

        Liebe Esther, ich seh’s gar nicht als Ermutigung, sondern ich finde es so toll, was ihr macht und bewundere eure Hingabe. Ganz ehrlich, wenn ich näher bei euch wohnen würde, ich würde mich ständig euren Abenteuern anschließen wollen. Die Mädels werden sich doch später an diese Erlebnisse erinnern und bestimmt glücklich daran denken.
        Und ja, ich freu mich auch riesig auf unseren Ausflug ☺️

        Andrea x

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  2. Eva

    Das Steinerne Meer ist wahnsinnig schön, aber ich hab noch nie zuvor Fotos gesehen, die das auch darstellen können. Deine tun es! Die machen riesige Vorfreude auf unsere nächste Kraxltour. Wir haben auch so einen wahnsinnigen Alpenvereinler in der Familie, der uns immer wieder die Tränen der Anstrengung – und am Ende natürlich der Freude über den Ausblick von oben – in die Augen treibt 😉 Ich wünschte, ich könnte viel öfter in den Zug steigen und mit ihm wandern fahren. Genießt es!

    Liked by 1 person

    1. esther

      Liebe Eva,
      vielen Dank für dein riesiges Kompliment hier.Und ja, anstrengend ist es schon meistens, aber die Belohnung da oben dafür so so viel größer….und diesen Sommer habt ihr ja so einige Touren und Almwanderungen machen dürfen 😉
      Bald wieder.
      Liebe Grüße
      Esther*

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  3. Sabine

    Liebe Esther,
    großes Kompliment für Eure Berichte – toll geschrieben, informativ und dank der subjektiven Einschätzung, was mit Kindern machbar ist ein super Wegweiser für andere Eltern, die ihren Kindern die Bergwelt näher bringen wollen!
    Ich sammle hier fleißig Inspiration und ärgere mich ein wenig, dass wir unsere Tochter nicht von klein auf an die Kraxe gewöhnt haben. Leider mag sie oft nicht drin sitzen, was uns bei richtigen Wanderungen derzeit noch ausbremst, obwohl sie für ihre 2,5 Jahre eine extrem gute und ausdauernde Läuferin ist – aber das wird sicher.

    Viele Grüße aus Eurer alten Heimat München,
    Sabine

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    1. esther

      liebe sabine, ganz ganz herzlichen dank für dein so liebes feedback und deine rückmeldung der blogposts hier.das freut mich total.vor allen wenn andere längerfristig dadurch auch was haben und inspiriert werden.ich geb das feedback mein mann weiter 😉
      und ich bin mir sicher, bald werdet ihr auch andere wanderungen machen die anspruchsvoller sind. vor allen wenn du sagst, dass eure tochter eine richtig gute läuferin ist und ausdauernd dazu.der eigenen leidenschaft nachgehen und die kinder mitnehmen, bringt auf jeden fall was.natürlich in angepasster und oft abgespeckter version, aber ihr werdet sicherlich bald größere touren gemeinsam gehen.ich freue mich auch auf die zeit, wo wir die kraxe für beide gänzlich zuhause lassen können.etwas geduld für anspruchsvollere touren brauchen wir da auch noch.

      liebe grüße zurück nach münchen.
      esther*

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      1. Sabine

        Liebe Esther, ich finde ja allein das in der Natur sein und die Berge genießen, die mich jedes Mal sofort erden und beruhigen, ganz wunderbar. Insofern muss es auch nicht immer gleich eine “richtige” Wanderung sein. Wir waren vor Kurzem am Sylvensteinsee und an der Isar in Lenggries und auch ohne einen Berg bestiegen zu haben, gibt es dort für Groß und Klein genug zu entdecken. Die Kinder geben eh den Rhythmus vor – und dass dieser oft eher langsam ist, trägt auch zu meiner Entschleunigung bei, das schadet ja auch nichts 🙂
        Habt ein schönes Sommer-Wochenende am See bei euch!

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      2. esther

        Liebe Sabine, oh die Isar in Lenggries.Dort ist sie besonders schön und in der Gegend waren wir damals, als wir in München wohnten auch sehr oft.Und du hast total Recht.Die einfachen Wald-, Moor- und Feldspaziergänge hier bei uns auf dem Land entschleunigen enorm und bringen auch mir extrem viel.Den Rhythmus der Kinder zu adaptieren tut gut und lässt einen wieder mehr Staunen. Und auch anders Entdecken.
        Euch auch ein sonniges Sommer Wochenende.Liebe Grüße nach München.Esther*

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